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Knödel oder Klöße

Unter diesem Motto fand auch dieses Jahr der Austausch zwischen einer tschechischen Berufsschule und dem BZ statt.

Seit Januar 2015 besuchen sich die gastronomische Berufsschule Středni Škola Společného Stravováni und die Bildungszentrum Saalfeld GmbH (BZ) im jährlichen Wechsel gegenseitig. Dieser interkulturelle Austausch steht seitdem unter dem kulinarischen Motto „Knödel oder Klöße“.

Eine Gruppe aus 13 Teilnehmern und zwei Betreuern des BZ reiste in die Hauptstadt der mährisch-schlesischen Region, nach Ostrava. Die Begegnung und das bewusste Auseinandersetzen mit Jugendlichen aus einem anderen Land leisten einen Beitrag zum Aufbau von interkulturellen Kompetenzen. Von dieser Reise berichtet unser Kochausbilder Herr Schmidt:

„Mit dem Zug starteten wir am Samstag um 9 Uhr auf dem Saalfelder Bahnhof. Nach zehn Stunden Fahrt und viermal Umsteigen wurden wir von unseren Gastgebern am Bahnhof von Ostrava herzlich begrüßt. Nach dem Transfer in die Berufsschule kamen wir in den Genuss der Kochkünste von Herrn Zdeněk Remeš. Es gab gegrillte Hähnchenschenkel mit Paprikasoße und Böhmischen Knödeln. Eine tolle Entschädigung für jede einzelne Stunde der langen Bahnfahrt. Am Folgetag unternahmen wir einen Stadtrundgang durch die historische Altstadt und einen Besuch im Technikmuseum Dolní oblast Vitkovice. Eine Kennenlernrunde fand am Montag statt. Hier wurden erste schüchterne Kontakte zwischen den Jugendlichen geknüpft. Unser Geschäftsführer Christoph Majewski nutzte die Zeit, um sich mit der Direktorin der Berufsschule auszutauschen. Am Nachmittag konnten sich die tschechischen und deutschen Jugendlichen im Hotel Zámeček einen modernen Hotelbetrieb anschauen. Der Dienstag stand im Zeichen weiterer Firmenbesuche. Die Jugendlichen bekamen einen Einblick in die Betriebsweise einer Destillerie und eines Kräutertee-Herstellers. Am Mittwoch war es endlich soweit: Die Jugendlichen konnten ihre Kochkünste beweisen. Gemeinsam mit den Azubis der Berufsschule bereiteten sie ein deutsches Menü vor. Es gab Kartoffelrisotto mit Waldpilzen, Rinderschmorbraten mit Apfelrotkohl und Thüringer Klößen sowie Kartoffelpuffer mit Apfelspalten. Durch das gemeinsame Arbeiten im Service und in der Küche wurden Brücken gebaut und Sprachbarrieren beseitigt. Zusammen mit Stellvertretern des Lehrerkollegiums genossen wir das Essen. Am folgenden Tag stand die Erkundung der Region Südmähren auf dem Programm. Wir besuchten eine Bäckerei im Städtchen Stramberg, in der die bekannten ‚Stramberger Ohren‘ hergestellt werden, und eine große regionale Tortenfabrik. Der letzte gemeinsame Tag stand wieder unter dem Motto ‚Knödel oder Klöße‘. Das tschechische Menü bestand aus einer Rinderbrühe mit selbstgemachten Nudeln, ‚Mährischen Spatzen‘ (ein Schweinefleischgericht ähnlich dem Gulasch) mit Kraut und zweierlei Knödeln und Kartoffeldetscher mit Füllungen aus Zwetschgen, Quark und Mohn. Spätestens an diesem Tag merkten die deutschen und tschechischen Jugendlichen, dass sich die thüringische und die schlesisch-mährische Küche sehr ähneln. Nach dem leckeren Essen überreichten unsere Jugendlichen selbst hergestellte Leberwurst und Stifthalter. Diese Kleinigkeiten unterstützen die Erinnerungen an diesen Jugendaustausch und sollen ihn auch auf längere Zeit lebendig halten. Am nächsten Tag reisten wir mit dem Zug zurück nach Hause. Rückblickend sammelten unsere Jugendlichen viele positive Eindrücke, dazu lernten sie eine neue Kultur und andere kulinarische Gepflogenheiten kennen.“

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